Eidgenössische Wahlen
vom 20. Oktober 2019

News, Hochrechnungen, Einschätzungen

Informationen zu den Hochrechnungen aus dem Wahlstudio

Am 20. Oktober wird gfs.bern für Sie die Hochrechnungen zu den eidgenössischen Wahlen 2019 durchführen.

Für Interviews, Hintergrundinformationen oder Fragen erreichen Sie uns am Wahlsonntag unter 079 646 87 63 oder über info@gfsbern.ch. Wir sind am Wahlsonntag im TV-Studio in Zürich stationiert.

Nationale Hochrechnungen

gfs.bern im Wahlstudio

Ablauf Hochrechnung 2019

Hier die wichtigsten Informationen zu unserem Wahlsonntag: 

Was?

gfs.bern realisiert am Wahlsonntag die Hochrechnung der Nationalratswahlen im Auftrag der SRG.
Hochgerechnet wird einzig der Nationalrat, es gibt keine Hochrechnungen zum Ständerat.
Die Hochrechnungsergebnisse werden in den SRG SSR-Medien sowie auf unserer Webseite und unseren Social Media Kanälen publiziert.

Wer?

Lukas Golder, Co-Leiter gfs.bern wird am Wahlsonntag ab 12h beim Schweizer Fernsehen live zu sehen sein und die Geschehnisse als Experte kommentieren. Urs Bieri, Co-Leiter gfs.bern wird dasselbe beim Schweizer Radio machen. Und Cloé Jans, Leiterin operatives Geschäft, wird beim RSI Red und Antwort stehen.

Wo?
Für Interviews, Hintergrundinformationen oder Fragen erreichen Sie uns am Wahlsonntag unter 079 646 87 63 oder per Mail. Wir sind am Wahlsonntag im TV-Studio in Zürich stationiert.

 

Geplant ist folgender Ablauf:

  • 16:00 1. Nationale Hochrechnung
    • Wähleranteile (in%) Unsicherheitsbereich ±2.0 Prozentpunkte im Mittel der grossen Parteien
    • Wahlbeteiligung (in%) Unsicherheitsbereich ±2.0 Prozentpunkte
  • 18:00 2. Nationale Hochrechnung
    • Wähleranteile (in%) Unsicherheitsbereich ±2.0 Prozentpunkte im Mittel der grossen Parteien
    • Sitzverteilung Unsicherheitsbereich Normalvariante ±2 Sitze/Unsicherheitsbereich Notfallvariante ±3 Sitze
  • 20:00 3. Nationale Hochrechnung
    • Wähleranteile (in%) Unsicherheitsbereich ±2.0 Prozentpunkte im Mittel der grossen Parteien
    • Sitzverteilung Unsicherheitsbereich ±2 Sitze

Nachfolgende Tabelle liefert eine Übersicht zu den kantonalen Hochrechnungszeitpunkten von gfs.bern sowie den gemäss Abklärungen mit den Kantonen erwarteten Zeitpunkten der Publikation von Schlussresultaten aus den Gemeinden und Kantonen.

Methode der Hochrechnung

Grundsätzlich werden die Kantone für die Hochrechnung in drei Gruppen unterteilt:

1.     In bevölkerungsschwachen Kantonen stellen wir direkt auf Endergebnisse ab. Konkret sind das: UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, SH, AR, AI, JU
2.     In Kantonen mit (bisher) zuverlässigen Hochrechnungen des Kantons (TI durch das RSI) oder frühzeitig verfügbaren Briefstimmen (GE, BS) stellen wir auf diese ab.
3.    In allen anderen Kantonen führen wir eigene Hochrechnung durch. Konkret sind dies dreizehn Kantone: ZH, BE, LU, FR, SO, BL, SG, GR, AG, TG, VD, VS und NE.

Methode bei eigenen Hochrechnungen

Anders als bei Volksabstimmungen, wo die Hochrechnungen auf einzelnen Referenzgemeinden basieren, verfahren wir mit homogenen Gruppen von Gemeinden (Cluster).

Jeder Hochrechnungskanton wurde für jede hochzurechnende Partei anhand der letzten nationalen Wahlen in homogene Cluster aufgeteilt, wobei bewusst ein Cluster definiert wird, das die Grossstädte beinhaltet. Die so bestimmten Cluster ähnlich gelagerter Gemeinden innerhalb eines Kantons sind die Basis für die Hochrechnungen. Von den berechneten Clustern werden typische Gemeinden bestimmt, von denen wir dann am Wahlsonntag den Wähleranteil der entsprechenden Partei für die Hochrechnung des kantonalen Wähleranteils dieser Partei, verwenden. Für Aussagen auf Kantonsebene werden mehrere Extrapolationen gemacht, deren Ergebnisse aufgrund der Clusterstärken unter den Wahlberechtigten gewichtet werden. Haben wir in jedem Cluster ein Mindestmass der Gemeinden, schalten wir das Cluster frei.

Je nach Grösse und Heterogenität wurden pro Kanton unterschiedlich viele Cluster gebildet. Pro Cluster wurden genügend Referenzgemeinden ausgewählt. Insgesamt wurden 698 Referenzgemeinden ausgewählt, was fast ein Drittel der Gemeinden der Schweiz ist. Im Kanton Bern wurden mit 87 Gemeinden am meisten, im Kanton Neuenburg mit 31 Gemeinden am wenigsten Gemeinden ausgewählt.

Die Referenzgemeinden stellen uns am Abstimmungstag ihre Ergebnisse per Mail oder Fax direkt zu, sodass sie nach einer Plausibilisierung in die Hochrechnung einfliessen können.

Das in erster Linie genutzt Cluster-Modell (1) wird mit vier weiteren Modellen ergänzt:

  • Im Parteienmodell (2) sind Gemeinden, die genau für eine Liste/Partei aussagekräftig sind.
  • Modell 3 kombiniert alle verfügbaren Gemeindedaten ungewichtet,
  • Modell 4 macht dies gewichtet.
  • Modell 5 verfährt mit einem Modell ähnlich dem Imputationsmodell des Kantons Zürich.

Die 5 Modelle werden einzeln validiert und freigeschaltet. Für eine Hochrechnung der Prozente benötigen wir 4 von 5 validierte Modelle.